VITA

aus: Kunststiftung Hohenkarpfen
(Biografische Daten zu Hugo Troendle)

1882
Hugo Troendle wird am 28. September in Bruchsal geboren. Er verbringt seine Kindheit und Jugend in Bruchsal und Freiburg.

1900–1901
Besucht die Kunstgewerbeschule in Karlsruhe.

1901–1904
Studiert an der Karlsruher Akademie bei Ludwig Schmitt-Reutte. Ludwig Thoma und Emil Lugo üben einen prägenden Einfluss auf ihn aus.

1904–1906
Unterhält ein eigenes Atelier in Karlsruhe.

1906
Im September siedelt er nach München über. Entscheidende Begegnung und Freundschaft mit dem Malermönch Pater Willibrord Jan Verkade OSB (Ordo Sancti Benedicti). Von Mai bis Juni bereist er London, die Bretagne und Holland.

1907
Von Mai bis Juni Reise nach Venedig und Florenz. Im Oktober reist er nach Paris zur großen Cézanne-Gedenkausstellung. Die Werke von Nicolas Poussin im Louvre beeindrucken ihn nachhaltig. Ende November Bekanntschaft mit Paul Sérusier, der bleibt bis Ende Januar 1908 in München.

1908–1912
Hält sich dauerhaft in Frankreich auf. Arbeitet als Schüler von Sérusier in der Bretagne und von Maurice Denis in Paris. Hier lernt er unter anderen Odilon Redon, Pierre Bonnard und Edouard Vuillard kennen. Verkehrt in den deutschen Künstlerkreisen im Café du Dóme. Zu seinem Freundeskreis gehören Hans Purrmann und Friedrich Ahlers-Hestermann. Ab 1910 vrbringt er die Wintermonate in Südfrankreich.

1912
Unternimmt eine Deutschlandreise, die ihn nach Karlsruhe, Mainz, Frankfurt, Kassel, Berlin, Hamburg und Dresden führt. Von August bis November Italienreise, unter anderem nach Venedig und Florenz. Ende November lässt er sich wieder in München nieder. Mitglied des internationalen Künstlerbundes München.

1913
Hugo Troendle unternimmt von August bis Dezember eine weitere Italienreise. Der Weg führt ihn über Genua und Pisa nach Rom.

1914
Hält sich von Mai bis Juni in Paris auf. Beteiligt sich an der ersten Ausstellung der Neuen Münchner Sezession und an der Ausstellung über die Künstler des Café du Dóme in Düsseldorf.

1914–1916
Ist ab September als Soldat in Dachau und Neuburg an der Donau stationiert. Wird aus gesundheitlichen Gründen ausgemustert.

1917–1919
Erholungsaufenthalt in der Schweiz. Verkehrt mit Karl Hofer, Oskar und Hans Reinhart. Ab November 1919 wieder ständig in München, wo er bis zu seinem Tod lebt.

1921
Mitglied der Münchner Neuen Sezession und des Deutschen Künstlerbundes.

1926–1939
Unterhält eine eigene Malschule.

1927
Teilnahme an der Gründung der Badischen Sezession. Ernennung zum Professor der Bildenden Künste durch den Freistaat Bayern.

1932
Albrecht-Dürer-Preis der Stadt Nürnberg.

1933–1945
Werke von Troendle werden aus öffentlichen Sammlungen entfernt. Die Münchner Neue Sezession, die Badische Sezession und der Deutsche Künstlerbund werden zwangsweise aufgelöst.

1946
Troendle engagiert sich im Kunstbeirat der Stadt München.

1947
Gründungsmitglied der Neuen Gruppe und der Badischen Sezession.

1951
Kunstpreis der Stadt München.

1955
Troendle stirbt am 22. Februar in München.


     * * * * *